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Lesung mit Schauspieler Frank Streffing

Märkischer Sozialverein und Glashausverein laden am Samstag, 29. März 2025 um 18.30 Uhr zu einer Lesung ein. Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend voller Literatur und Begegnungen!

 

Der Schauspieler Frank Streffing wird an diesem Abend aus dem Roman "Tschudi" von Mariam Kühsel-Hussaini lesen. Der Roman erzählt die fesselnde Geschichte eines charismatischen Berliner Museumsdirektors im pulsierenden Berlin des späten 19. Jahrhunderts.

 

Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.

1896. Berlin. Die Nationalgalerie Deutschlands erwirbt und zeigt als erstes Museum der Welt die Pariser Moderne: Manet, Monet, Renoir, Rodin. Ein Mann unternimmt das Wagnis, Hugo von Tschudi. Gegen den deutschen Kaiser, gegen die konservativen Fraktionen in der Gesellschaft, gegen alles, was ihn aufhalten will. Ein Augenblick nur, doch die ganze Welt liegt vor einem ausgebreitet und Berlin wird die Welt. Vom Stadtschloss aus blickt Wilhelm II. voll Hass auf diesen neuen Direktor der Nationalgalerie, auf die bunten Flecken der neuen Bilder der Impressionisten und auf die Franzosen, Hass, der noch wachsen wird, befeuert vom Lieblingsmaler des Kaisers, Anton von Werner. Um die Ecke am Pariser Platz wohnt Max Liebermann, der zu Tschudi hält. Der große Künstler Berlins, Menzel, schattiert sein eigenes Universum scheinbar jenseits der Kunstfronten und ist doch ihr heimliches Geheimnis. Großindustrielle, Geldgeber, Politiker, Schnürsenkelverkäufer - Tschudi immer inmitten, Tschudi, der sehr groß gewachsene Mann mit der Wolfskrankheit, die sich immer weiter in sein Gesicht beißt, läuft unaufhaltbar und unübersehbar durch die Straßen, die Salons und das Geflüster einer erwachenden Stadt und seine dunklen Augen brennen aus der für ihn angefertigten Gesichtsmaske hervor, die fortan gestreichelt wird von einer spanischen Adligen. (Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2020)

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